Veranstaltungen auf einen Blick

  • " Dann kommt der Bus " Vortrag über die Tötungsanstalt Grafeneck

    • Mo. 09.11.2026 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
    • Ev. Stadtkirche, Kurplatz 1, 75323 Bad Wildbad
    • VHS Calw e. V.

    Die Anlagen der Einrichtung des Samariterbundes für beeinträchtigte Menschen – seinerzeit als Krüppelheim bezeichnet- waren von den Nazis im Jahr 1939 „für Zwecke des Reiches“ beschlagnahmt worden. Die von Berlin beauftragten Täterinnen und Täter richteten sich im Schloß ein. Sie bauten die Einrichtung zu einer Tötungsanstalt für behinderte Menschen um. Zuvor war die Bevölkerung bereits mit aggressiver und menschenverachtender Propaganda der Nationalsozialisten gegen Menschen mit Behinderung, die als „Last für das Volk“ dargestellt wurden, aufgehetzt worden. Mit Omnibussen wurden Behinderte aus Einrichtungen in ganz Süddeutschland nach Grafeneck “verlegt“. Dort wurden sie direkt nach der Ankunft in Gruppen von 70 Menschen in einer mit Kohlenmonoxid beschickbaren Gaskammer grausam getötet. Die Leichen wurden sodann im Krematorium verbrannt. Die Angehörigen erhielten fingierte Todesmitteilungen, in denen die Ermordeten als an Krankheiten verstorben bezeichnet wurden. Zur Verschleierung wurden die Todesdaten dabei gefälscht und, um die Geheimhaltung zu sichern, darauf geachtet, dass möglichst keine Häufung von ähnlichen Todesmitteilungen an gleiche Orte verschickt wurden. Heimkosten wurden dabei gerne über das Todesdatum hinaus in Rechnung gestellt. In der Zeit von Januar bis Dezember 1940 wurden in Grafeneck 10654 Menschen ermordet. Mindestens zehn Menschen davon waren aus Wildbad und Calmbach. Keine der Täterpersonen, einschließlich des leitenden Arztes Horst Schumann, wurden später zur Rechenschaft gezogen. Kathrin Bauer M.A. wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Grafeneck wird an diesem Abend den Versuch unternehmen, dieses Grauen zu vermitteln.

  • Schnupperangebot „Achtsamkeit für dich“

    • Di. 10.11.2026 09:00 Uhr - 10:00 Uhr
    • Yoga-Raum bei Krankengymnastik Cornelia Schmitt-Baerend, Uhlandstraße 16, 75323 Bad Wildbad
    • Seniorenrat Oberes Enztal e.V.

    Der griechische Philosoph Epikur formulierte sinngemäß „Es sind nicht die Umstände, die uns das Leben schwer machen, sondern die Art und Weise wie wir darauf reagieren“. Wenn der Stress und die Anforderungen des Alltags zu viel werden, können Achtsamkeitsübungen uns helfen „runterzukommen“. Achtsamkeit heißt, im Hier und jetzt zu sein – den Augenblick bewusst wahrzunehmen und nicht zu werten. Das kann trainiert werden, sagt die MBSR-Trainerin Irmgard Hepper. Zusammen mit dem Seniorenrat Oberes Enztal bietet sie Schnuppertermine an, die auch einzeln gebucht werden können. In einer kleinen Gruppe erlernen und üben die Teilnehmenden ein Mehr an Gelassenheit. Der Kurs eignet sich für alle Menschen unabhängig von Alter, Beruf oder Weltanschauung. Die Übungen finden im Sitzen oder Liegen statt. Termine: Dienstag, 9-10 Uhr, 27.10., 10.11., 24.11., 8.12., 22.12.2026 Ort: Yoga-Raum bei Krankengymnastik Cornelia Schmitt-Baerend, Uhlandstraße 16, 75323 Bad Wildbad Kosten: auf Spendenbasis für die Raumkosten Anmeldung: Vorstand@Seniorenrat-Oberes-Enztal.de oder T: 07085 924 40 18 Mitbringen: bequeme Kleidung, warme Socken, evt. ein Kissen

  • Kino & Kirche: Film - Vaterland

    „Vaterland“ begleitet den Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter Erika auf einer emotionalen Reise durch das Nachkriegsdeutschland. In einem schwarzen Buick durchqueren sie ein von den Amerikanern kontrolliertes, zerfallenes Land. Es geht von Frankfurt bis Weimar. Für Thomas Mann ist es die erste Rückkehr seit seinem Exil in die USA, eine Reise, die mit Erinnerungen, Schuld und der Suche nach Identität verbunden ist. Der Film porträtiert die komplexe Beziehung zwischen Vater und Tochter vor dem Hintergrund einer zerrissenen Nation.

  • Palais Thermal - „Palais On Lights“

    • Fr. 13.11.2026 18:00 Uhr - 23:59 Uhr
    • Palais Thermal
    • Staatsbad Bad Wildbad

    Genießen Sie das Zusammenspiel aus magischem Licht und beeindruckender Architektur Informationen Mit verschiedenen Leuchtelementen verwandeln wir das historische Bad in ein prächtiges Farbenspiel. Lichteffekte und ein zauberhaftes Farbenspiel schaffen eine magische Stimmung, die begeistert und die ehrwürdige Architektur des Bades neu in Szene setzt. Genießen Sie zudem halbstündliche Überraschungsaufgüsse unserer Saunameister. Beginn ist um 18 Uhr | Bade- und Saunabetrieb bis 24 Uhr. Bitte beachten Sie, dass an diesem Abend kein Abentarif verfügbar ist. Es gilt der reguläre 3-Stunden Tarif ohne Nachzahlung.

  • Kinofilm: Chopin - Eine Sonate in Paris

    • Fr. 13.11.2026 19:00 Uhr - 21:30 Uhr
    • Kiwi Kino

    Paris 1835: Der gefeierte Chopin verliebt sich in eine unkonventionelle Schriftstellerin – zwischen Ruhm, schwindender Gesundheit und Sehnsucht. Der aufwändige Kostümfilm zeigt die Biografie eines der größten musikalischen Genies. Paris, 1835. Aufruhr herrscht in Europa. Frédéric Chopin ist 25 und der Star der Stadt. In Salons und bei Soireen wird er gefeiert und vom König verehrt. Er gilt als musikalisches Genie, das mit sensibler Virtuosität mehr bewegt als andere mit donnerndem Pathos. Doch hinter dem strahlenden Glanz verbergen sich Schatten: Chopins Gesundheit ist fragil und seine Musik – kühn, raffiniert, poetisch – zeigt eine Seele, die schwermütiger ist, als er offenbart, inspiriert von der Sehnsucht nach seiner polnischen Heimat. Chopin verliebt sich in die Schriftstellerin George Sand, eine unkonventionelle, scharfzüngige und furchtlose Stimme ihrer Zeit. Mit ihr erlebt er kreative Höhenflüge und schmerzhafte Krisen. Doch seine Gesundheit schwindet und die resultierende Abgeschiedenheit schlägt dem Melancholiker aufs Gemüt. Je schwächer sein Körper wird, desto entschlossener wird sein musikalischer Wille. In den späten Nocturnes und Klaviersonaten bündelt Chopin alles, was ihn ausmacht – Sehnsucht, Stolz, Verletzlichkeit und eine künstlerische Freiheit, die ihrer Zeit weit voraus ist. Mit dem aufwändig ausgestatteten Spielfilm CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS gelingt die beeindruckende Biografie eines der größten musikalischen Genies aller Zeiten. Der Film bringt uns eine der berühmtesten und dennoch rätselhaftesten Persönlichkeiten näher, die die Geschichte der Musik für immer veränderten. Erik Kulm in der Titelrolle balanciert virtuos zwischen den zahlreichen seelischen Facetten dieser Ikone und bringt uns eine Zeit näher, in der Musik, Liebe und Rebellion Hand in Hand gingen. Es bleibt ein Klang, dessen Zartheit kaum zu überhören ist und der ein kulturelles Erdbeben auslöste, das die Welt erhellte. CHOPIN, CHOPIN! | FR / PL 2026 | Regie: Michal Kwiecinski | Mit: Eryk Kulm, Joséphine de La Baume, Victor Meutelet | ab 12 Jahren | 134 Minuten