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„Ich klage an“ Ein Nazi-Propagandafilm; mit Erläuterung und Vortrag

Datum:

Do, 05.10.2017

Uhrzeit:

19:30 Uhr

Ort:

KiWi Kino
König-Karl-Straße 1
75323 Bad Wildbad

Veranstalter:

KiWi Kino in Kooperation mit VHS Calw

Der von den nationalsozialistischen Regierung in Auftrag gegebene Propagandafilm „Ich klage an“ aus dem Jahr 1941 von Wolfgang Liebeneier, stellt thematisch sowie gestalterisch eine Ausnahme der Filmproduktionen des Dritten Reiches dar. Der Film ist die einzige Produktion, die sich direkt mit dem Thema der gesetzlichen Sterbehilfe auseinandersetzt. Er entstand unter der Federführung der „Kanzlei des Führers“ deren Leiter Philipp Bouhler ein entschiedener Befürworter der Euthanasie war. Die Thematik wird in „Ich klage an“ vordergründig als zeitloses Problem dargestellt, obwohl es politisch hoch aktuell war. Ärzte hatten von der nationalsozialistischen Regierung bereits die Befugnis erhalten, nach eigenem Ermessen den „Gnadentod“ durchzuführen. Außerdem hatte die systematische Deportation und Ermordung unzähliger Menschen durch die Nationalsozialisten begonnen.

„Ich klage an“ zählt heute zu den sogenannten „Vorbehaltsfilmen“ im Besitz der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und darf ohne entsprechende Erläuterungen öffentlich nicht gezeigt werden. Die Aufführung wird daher durch einen filmhistorischen Vortrag eingeleitet. Im Anschluss wird Horst Walther vom Institut für Kino um Filmkultur  e. V. mit den Teilnehmern über den Film diskutieren.