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Baden-Württemberg schließt wegen Coronavirus Schulen und Kitas

In Baden-Württemberg werden ab Dienstag flächendeckend Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Außerdem werden die Regelungen zu Veranstaltungen verschärft.

Die Schulen und Kindertagesstätten in Baden-Württemberg bleiben von Dienstag an bis zum 20. April geschlossen. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag nach einer Sondersitzung des grün-schwarzen Kabinetts mit.

In Baden-Württemberg besuchen derzeit rund 1,5 Millionen Schüler allgemeinbildende oder berufliche Schulen. Rund 444.000 Kinder wurden 2019 in Kindertageseinrichtungen betreut. Eltern sehen das Land nicht gut auf diese Maßnahme vorbereitet.

Veranstaltungsregeln werden verschärft

Kretschmann kündigte außerdem an, dass öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen untersagt werden. Bisher galt ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern.

Keine Besuche mehr in Krankenhäusern

Auch Besuche in den Krankenhäusern im Land werden laut Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) generell verboten. Auch in Alten- und Pflegeheimen solle die Besuchszeit deutlich eingeschränkt werden, vermutlich auf eine Stunde pro Besucher am Tag.

Lucha rief die Bürger im Land auf, die eigenen Sozialkontakte soweit es geht um die Hälfte zu reduzieren. Großeltern sollten nicht mehr als Kinderbetreuer eingespannt werden.

Kretschmann: "Ausnahmesituation, wie wir sie noch nicht erlebt haben"

Es handle sich um eine "Ausnahmesituation, wie wir sie noch nicht erlebt haben", sagte Kretschmann in Stuttgart. Der Kern der Maßnahmen sei es, die Infektionsrate zu verlangsamen, damit eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden kann.

Quelle: SWR / 13.3.2020, 14:31 Uhr