Zum Menü

Straßensperrungen im Enztal - Bürgermeister sucht mit dem Regierungspräsidium nach Lösungen

Pressemeldung
In der letzten Gemeinderatssitzung wurde Bürgermeister Klaus Mack aufgefordert, wegen den Straßensperrungen im Enztal nochmals beim Regierungspräsidium nachzuhaken. Die „Dimension der Auswirkungen“ seien den Verantwortlichen nicht bekannt, so Mitglieder des Rates. Es wurden halbseitige Sperrungen und die Prüfung von Nachtschichten gefordert. Außerdem wurde nachgehakt, wie die Führung des ÖPNV erfolgen soll. Konkret geht es um die anstehende Vollsperrung der B 294 zwischen den Abzweigen der L 340 nach Bad Herrenalb und der L 343 in der Ortsdurchfahrt Höfen.

In einem Austausch mit dem Regierungspräsidium forderte Bürgermeister Klaus Mack, nochmals den Bauablauf zu überprüfen. Die Vertreter der Behörde machten dabei deutlich, dass Ihnen die Sorgen und Nöte der Bewohner und Gewerbetreibenden im Oberen Enztal sehr wohl bekannt seien. Insbesondere weil lange Umleitungsstrecken auf der Hauptzufahrt ins Enztal notwendig sind. Auf der anderen Seite wurde auf die Notwendigkeit der Straßensanierungen hingewiesen. Es wurde der Stadt aber versichert, dass vorab alle Möglichkeiten der Verkehrsabwicklung sorgsam geprüft wurden. Somit werden alle Maßnahmen ergriffen, um die Behinderungen und Belastungen der Verkehrsteilnehmer und der Anwohner an den Umleitungsstrecken auf das unabdingbar notwendige Mindestmaß zu reduzieren. Der Leiter des Baureferats, Klaus Maier-Bätz sicherte dem Bürgermeister zu, dass die ausführende Firma angehalten wird, einen zügigen Baufortschritt zu gewährleisten. Nach Möglichkeit sollen unterschiedliche Arbeiten parallel ausgeführt werden.

Die Vorschläge der Stadt, die Arbeiten unter einer halbseitigen Sperrung der Bundesstraße vorzunehmen, sind dagegen nicht möglich. Sicherheitsrelevante Aspekte, insbesondere aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen für das Baustellenpersonal, sprechen leider dagegen. Eine halbseitige Sperrung sei erst ab einer Mindestfahrbahnbreite von knapp acht Metern zulässig. Diese Breite sei bei der B 294 aber leider nicht vorhanden. Weitere Optimierungen durch Schicht- und Nachtarbeit sind nach Aussage des Regierungspräsidiums ebenfalls ausgeschlossen. Nachtarbeit oder Arbeiten rund um die Uhr könnten nur unter besonderen Umständen auf besonders stauanfälligen Abschnitten von Bundesautobahnen oder zweibahnigen Bundesstraßen angeordnet werden. In allen anderen Fällen dürfe die Behörde ihre Auftragnehmer nur dazu verpflichten, die Arbeiten an allen Werktagen und unter vollständiger Ausnutzung des Tageslichtes durchzuführen.
Somit sei es leider unabwendbar, dass die B 294 im Bereich der Eyachbrücke im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Mai für den Verkehr voll gesperrt werden muss. Aufgrund fehlender und geeigneter ortsnaher Straßen wird eine großräumige Umfahrungsmöglichkeit erforderlich und ausgeschildert.  Diese verläuft für PKW von Calmbach kommend vom Abzweig der L 340 in Höfen über Langenbrand und Waldrennach zurück zur B 294. Aufgrund der eingeschränkten Fahrbahnbreite und der kurvigen Trassierung der K 4378 zwischen Langenbrand, Waldrennach und der B 294 wird für den Schwerlastverkehr die Umleitung über Langenbrand und Büchenbronn nach Pforzheim ausgeschildert. Die Gegenrichtungen der PKW- und LKW-Umleitungen verlaufen jeweils analog auf den beschriebenen Strecken. Der Abzweig zur Eyachbrücke und damit die Verbindung von Neuenbürg über die L 340 in Richtung Dobel ist von der Sperrung nicht betroffen.
Für die Bauabschnitte innerhalb der Ortsdurchfahrt Höfen wird für Anlieger, Gewerbebetriebe und den ÖPNV eine innerörtliche Umfahrung des Baufeldes über die parallel zur B 294 verlaufende Alte Straße eingerichtet. Diese Beschränkung ist aufgrund der nicht ausreichenden Fahrbahnbreite und des Straßenaufbaus sowie zum Schutz der Anlieger notwendig. In Abstimmung mit der Polizei und der Verkehrsbehörde wurde festgelegt, dass die Alte Straße für die Dauer der Maßnahme mit einem beidseitigem Halteverbot und den Verkehrszeichen „Durchfahrt verboten“ (VZ 260) mit den Zusätzen „Anlieger frei“ und „Linienverkehr frei“ beschildert wird. Somit kann die auf der B 294 verlaufende Buslinie 719 das Baufeld umfahren. Lediglich während der Arbeiten im Streckenabschnitt zwischen der Tankstelle in Höfen und dem Abzweig Eyachbrücke (Dauer ca. 2 Wochen) sowie für den Einbau des Asphaltbelags innerhalb der Ortsdurchfahrt (Dauer ca. 2 Tage) kann der ÖPNV das Baufeld nicht umfahren und muss für ca. zwei bis drei Wochen auf die großräumige Umleitungsstrecke ausweichen.

Zum Hinweis der Stadt, wie mit dem ÖPNV insgesamt verfahren werde, teilte das Regierungspräsidium mit, dass man mit den Busunternehmen in Kontakt stehe, um die Fahrgäste rechtzeitig über Fahrplanänderungen oder Ausfälle zu informieren. Bürgermeister Mack wies insbesondere auf die Enztalbahn hin. Mögliche Revisionsarbeiten müssten abgestimmt werden. Auch dies sicherte Klaus Maier-Bätz zu. Die Baumaßnahme seien im Vorfeld mit der AVG abgestimmt worden. Es sind daher von Seiten der AVG keine Baumaßnahmen an dem betroffenen Streckenabschnitt während des Zeitraums von Mitte März bis Mitte Mai geplant. Die AVG teilte der Stadt ergänzend mit, dass erst Anfang  Juli 2017 Arbeiten an der Gleisstrecke notwendig sind. Dazu ist aber lediglich eine Nachtsperrung geplant. Nähere Information werden rechtzeitig durch die AVG bekannt gegeben.

Ein weiteres Thema waren mögliche Forstarbeiten. Auch hier soll eine frühzeitige Abstimmung stattfinden. Das Regierungspräsidium bestätigte, dass im Zuge der Vollsperrung parallel zu den Straßenbauarbeiten Baumfällarbeiten durchführt werden können. Die sei in den Ausschreibungsunterlagen als baubegleitende Arbeiten durch Dritte berücksichtigt und verlängere die Bauzeit und damit die Dauer der Vollsperrung nicht. Ein effektives und zügiges Arbeiten ist damit gewährleistet.
Auch in südlicher Richtung müssen die Sanierungsmaßnahmen koordiniert werden. Dabei wurde für den Bereich Lautenhof bereits eine Lösung gefunden. Dort ist es möglich, die Verkehrsbeeinträchtigung mit einer halbseitigen Sperrung zu entschärfen. Problematisch ist hingegen noch eine Sanierung  eines Teilstücks der L 76 B Richtung Kaltenbronn auf Gemarkung des Landkreises Rastatt. Hier stehen die Gemeinde Enzklösterle und die Stadt Bad Wildbad noch in Kontakt mit dem Regierungspräsidium.
Mit dem Regierungspräsidium wurde vereinbart, dass die Bürgerinnen und Bürger und die Gewerbetreibenden frühzeitig vor Baubeginn nochmals ausführlich informiert werden.  

Bürgermeister Klaus Mack