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Rossini Spielplan 2017

Programm FESTIVAL 2017 für Sie untenstehend zum Download. Stand: 29. April 2017

Auftakt! Ein Wochenende ums Königl. Kurtheater 7.-9. Juli 2017
29. Belcanto Opera Festival 13.-23. Juli 2017

Fr 7. Juli Turm des Baumwipfelpfads

Festkonzert GANZ OBEN!

Mozarts c-Moll Messe mit zahlreichen Solisten u.a. Silvia Dalla Benetta, dem Camerata Bach Chor Poznan und den Virtuosi Brunenses unter Antonino Fogliani.

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr stellt sich die Festivalorganisation erneut dieser Kür: den Turm des Baumwipfelpfades bei fast uneingeschränktem Sommerbetrieb in wenigen Stunden konzertfähig zu machen. Die besondere Ruhe über den Wipfeln der Schwarzwald-tannen war nicht nur maßgeblich für den Hörgenuss des Publikums, sondern auch für die Sänger eine reizvolle Gelegenheit, auch im Pianissimo noch bis in die obersten Reihen in voller Wirkung ihrer Stimme zu glänzen. Antonino Fogliani erfüllt sich mit dieser Messe, die er als ein Geschenk Gottes und ein wahres inniges Gebet bezeichnet, einen Traum.

Hinweis: Die Fahrt mit der Sommerbergbahn ist in der Konzertkarte mit inbegriffen. Es empfiehlt sich, ca. 45 Minuten für den Weg von der Talstation bis zum Sitzplatz einzuplanen.

 

Sa 8. Juli 19.40 Uhr, Do 13. Juli 19.40 Uhr, Sa 22. Juli 11.15 Uhr Königl. Kurtheater

L'occasione fa il ladro – Gelegenheit macht Diebe

Ein Koffer wird verwechselt, Identitäten werden ausgetauscht, geraubt, zurückgegeben, eine tolle Komödie und ein Erzkomödiant in der männlichen Hauptrolle - Lorenzo Regazzo und Jochen Schönleber haben sich in Fortsetzung des Zyklus der fünf frühen Farse Rossins vorgenommen, diese Burletta neu und ein bisschen anders zu lesen. Parmenione wird dabei zu einem grotesk Getriebenen, einem “modernen”, rein narzisstischen Charakter, der bei Frauen wirken, aber keine lieben kann...

Dies ist Regazzos Rollendebüt in dieser Partie, die eigentlich für Bariton geschrieben ist. Als sein Gegenüber ist Kenneth Tarver eine souveräne Bühnenerscheinung, und die Damen stehen in nichts nach....

 

Fr 14. Juli 19.40 Uhr, Sa 22. Juli 19.00 Uhr Trinkhalle

Aureliano in Palmira

Ein römischer Kaiser trifft eine orientalische Fürstin in einer Metropole der Antike. Rossinis einzige Oper für einen Kastraten, 1813 für die Mailänder Scala geschrieben, bekam vom Librettisten Felice Romani ein glückliches Ende zur traurigen historischen Wahrheit hinzugedichtet. Glücklich ist aber auch der musikalische Einfallsreichtum und der Einstieg zu dieser ernsten Oper: Die Ouvertüre, die Rossini hier schrieb, wurde später mit dem Barbiere di Siviglia weltberühmt. Konzertante Aufführung.

Zenobia: Silvia Dalla Benetta (Sopran), Aureliano: Juan Francisco Gatell (Tenor), Arsace: Marina Viotti (Mezzo), Publia: Ana Victoria Pitts (Mezzo), Ordonnea: Mingji Lee (Tenor), Alnicolli: Baurzhan Anderzhanov (Bass)

 

Sa 15. Juli 19.00 Uhr, Do 20. Juli 19.00 Uhr, So 23. Juli 15.00 Uhr Trinkhalle

Maometto II – Mahomet II.

Ende des 15. Jahrhunderts wird die venezianische Kolonie Negroponte durch den Herrscher von Konstantinopel Maometto II belagert. Die Einwohner wehren sich erbittert. Kurz vor der Entscheidungsschlacht will der Statthalter Erisso seine Tochter Anna zu ihrer eigenen Sicherheit mit dem Offizier Calbo verheiraten, falls ihm etwas zustößt. Diese jedoch hat sich vor einiger Zeit in Korinth in einen angeblichen venezianischen Adeligen Uberto verliebt. Doch ihr Vater erklärt ihr, dass dies nicht sein kann, weil jener zur selben Zeit mit ihm in Venedig war. Er droht seine Tochter zu verfluchen. Verrat besiegelt das Schicksal der Stadt und Anna gerät in Gefangenschaft. Als sie in Maometto ihren Liebehaber Uberto erkennt und sieht, wie dessen Truppen Erisso und Calbo gefangen genommen und misshandelt haben, hält sie zu ihrem Volk und leitet eine Intrige ein, die den Venezianern den Sieg, ihr aber den Tod bringt.

2002 wurde in Wildbad die “entschärfte” Fassung aus Venedig gezeigt, in der es ein Happy End gibt. Die schroffe neapolitanische Originalfassung von 1820, die in diesem Jahr aufgezeichnet wird, sieht am Ende in aussichtsloser Lage Annas Suizid und Maomettos Vernichtung vor. Regisseur Jochen Schönleber interessiert insbesondere die Beiläufigkeit, mit der hier, wie so oft in der Geschichte, Frauen geopfert werden, denen keine Agenda außer das Gehorchen und Opfersein zugebilligt wird. Annas Leidensweg wird in den Mittelpunkt gerückt: “Questo è un sacrificio, e la vittima son io” - Dies ist ein Blutopfer, und das Opferlamm bin ich”, singt sie.

Eine Spitzenbesetzung mit dem führenden Rossini-Dirigenten Antonino Fogliani, dessen packender Zugriff immer wieder erstaunt, lässt einen außerordentlichen Abend erwarten.

Maometto: Mirco Palazzi (Bass), Anna: Elisa Balbo (Sopran), Calbo: Victoria Yarovaya (Contralto), Erisso: Merto Sungu (Tenor), Condulmiero/Selim: Patrick Kabongo Mubenga (Tenor)

 

So 16. Juli 17.00 Uhr, Fr 21. Juli 19.00 Uhr Trinkhalle

Eduardo e Cristina – Eduard und Christina

Für das Venezianer Teatro San Benedetto, das heute noch als „Cinema Rossini“ ein etwas trauriges Dasein fristet, versprach Rossini 1819 einen Kassenknüller und lieferte tatsächlich unter zahlreichen Eigenentnahmen ein Pasticcio, das auch neue Musik enthielt und erfolgreich lief. Die Oper, deren moderne Erstaufführung 1997 mit Hilfe der Deutschen Rossini Gesellschaft in einer vielbeachteten Version in Bad Wildbad stattfand, hat große musikalische Qualitäten, die wir einer konzertanten Aufführung erneut unter Beweis stellen wollen.

Gianluigi Gelmetti, der ROSSINI mit seiner musikalischen Leitung eine Ehre erweist, wird im Rahmen der Premiere eine besondere Würdigung zuteil. Er wird erster Preisträger unseres neuen Preises ROSSINI IN CIMA – ROSSINI AUF DEM GIPFEL.

Die Aufzeichnung für CD wird erst nach dem Erscheinen der CD zugänglich. Interessenten müssen also LIVE dabei sein.

Carlo: Kenneth Tarver (Tenor), Cristina: Silvia Dalla Benetta (Sopran), Eduardo: Laura Polverelli (Mezzo), Giacomo: Baurzhan Anderzhanov (Bass), Atlei: Mingji Lee (Tenor)

 

So 9. Juli 15.40 Uhr, Sa 15. Juli 11.15 Uhr, Fr 21. Juli 11.15 Uhr Königliches Kurtheater

Le Cinesi – Die Chinesinnen

Das wunderbare Libretto von Metastasio kannte zunächst nur drei weibliche Rollen, erst später wurde ein Bursche hinzugefügt, so dass die geistreiche Oper von Manuel García (1831), dem berühmten Tenor und Gesangslehrer heute eigentlich I Cinesi heißen müsste. Auf ihrem Weg von Barcelona über Wildbad sind die mitreißenden Le Cinesi in Florenz angelangt, wo eine Neuinszenierung im Herbst 2016 musikalisch und szenisch großen Anklang fand: Diese Fassung wird nun als erstes Gastspiel des Maggio musicale fiorentino/Opera di Firenze bei ROSSINI IN WILDBAD gezeigt. 75 Minuten reines Vergnügen sind garantiert.

 

Mi 19. Juli 19.40 Uhr Trinkhalle

Hommage an Tamburini

Antonio Tamburini (1800-1876) war der herausragende Bariton in vielen wichtigen Opern der Belcanto-Zeit, als Rossini schon vom Opernkomponisten zum Theaterconsulenten in Paris geworden war. Donizetti, Bellini, Pacini und Mercadante schrieben für Tamburini. In Wildbad kam mit Mercadantes Briganti 2012 ein eindrucksvolles Beispiel seiner Kunst zur Wiederaufführung. Damals sang den Bösewicht Ermanno unvergesslich Vittorio Prato, dessen Weg als feiner Belcanto-Spezialist in Bad Wildbad begonnen hat. Er wird ein ganzes Tamburini-Programm mit zahlreichen Erstaufführungen und Raritäten singen, das unsere Editoren unter Federführung von Reto Müller erarbeiten. Für alle Belcanto-Fans.

So 9.7./16.7./23.7. 11.15 Königl. Kurtheater

ROSSINI & Co

Die Konzerte der Masterclasses von Raúl Gímenez und Lorenzo Regazzo mit so vielen jungen Talenten sind Kult!

 

Di 18.7. 20.00 Uhr Baumwipfelpfad

Luiza Borac Klavier (Kammerkonzert)

Die vielfach preisgekrönte, temperamentvolle Pianistin wurde im Vorjahr für ihr Debüt in Bad Wildbad einmütig gefeiert. Nun stellt sie Ganz oben! ein auf den wundervollen Ort abgestimmtes Programm mit Bach Bearbeitungen von Lipatti sowie viel Romantik von ihrer neuen CD vor. Doch zuvor gilt es, einen großen Konzertflügel auf einen vierzig Meter hohen Turm zu schaffen. Eine besondere Herausforderung...

 

Notabene

Eine Stunde vor jeder Oper und vor der Hommage an Tamburini findet eine kostenlose Einführung statt.

Die Preise für die Veranstaltungen unterschieden sich nur nach Terminen. Die Besetzungen sind immer gleich.