Zum Menü

Rossini in Wildbad
Belcanto Opera Festival

Tancredi kommt im Land seiner Väter an. Ein Friedhof Foto Patrick Pfeiffer
Tancredi kommt im Land seiner Väter an. Ein Friedhof Foto Patrick Pfeiffer

Ein Rossini-Festival im Schwarzwald. Ist das überhaupt möglich? Seit 30 Jahren beweist ROSSINI IN WILDBAD vor Ort und mit seinen CDs und Radioübertragungen in alle Welt auch international, dass ein kleines aber feines BELCANTO OPERA FESTIVAL auch in Deutschland gedeihen kann. „Rossini in Wildbad“ wurde 1989 zur Erinnerung an einen denkwürdigen Kuraufenthalt von Gioachino Rossini in der Schwarzwaldstadt gegründet. Seit Ende 1991 steht es unter der künstlerischen Leitung von Jochen Schönleber, der auch Intendant des Festivals ist. Joyce DiDonato, Olga Peretyatko, Maria Luigia Borsi, Sofia Mchedlishvili, Margarita Gritskova, Diana Haller, Pavol Breslik, Michael Spyres u.v.a. haben hier ihre ersten CDs aufgenommen oder überhaupt mit Rossini debütiert.

Das Festival wird von der Stadt Bad Wildbad veranstaltet. Es wird unterstützt vom Land Baden-Württemberg und vom Landkreis Calw. Hauptsponsor ist die AWG Kreis Calw.

Intendanz und Künstlerische Leitung: Jochen Schönleber
Musikalische Leitung: Antonino Fogliani

Mit der Vergabe des Internationalen Belcanto Preises endete das 31. Festival ROSSINI IN WILDBAD 2019. Ausgezeichnet wurde der mit einem Stipendium des Freundeskreises Rossini in Wildbad e.V. ausgestattete Tenor César Cortes aus Kolumbien, der in der szenischen Produktion L’accademia di musica sowie beim Konzert Rossini-Alternativen zu hören war. Den Publikumspreis erhielt die französische Mezzosopranistin Lamia Beuque, die unter anderem in Corradino Eisenherz sang.

Am Nachmittag des Abschlusstags folgte die vierte und letzte überfüllte Vorstellung des Tancredi (Musikalische Leitung: Antonino Fogliani, Regie: Jochen Schönleber), der als Gastspiel aus Krakau gezeigt wurde. Diana Haller, Belcanto-Preisträgerin von 2011 und beliebtes Ensemblemitglieder der Staatsoper Stuttgart, sang die Hauptrolle. Gespielt und für DVD aufgezeichnet wurde die „tragische“ Fassung für Ferrara.

In der Trinkhalle wurde als zweite Rossini-Produktion Corradino Eisenherz oder Matilde di Shabran erstmals in Deutschland in der römischen Urfassung gezeigt, von Regisseurin Stefania Bonfadelli in eine Zeitungsredaktion der 90er-Jahre verlegt. Nachdem der Ausfall des Titeltenors in der Premiere für Spannung gesorgt hatte, wurde die fulminante Live-Übertragung unter José Miguel Pérez Sierra im DeutschlandRadio allgemein bejubelt und mit Sprechchören gefeiert. In der Trinkhalle wurde auch die kurzfristig ins Programm gehobene moderne Erstaufführung von Meyerbeers erstem Opernerfolg in Italien, Romilda e Costanza konzertant gespielt. Auch diese Aufführung wurde stark akklamiert. Im Kurtheater wurde neben Simon Mayrs L’accademia di musica von Johann Simon Mayr I tre gobbi, eine Komödie von Carlo Goldoni in der Vertonung von Manuel Garcia gespielt. Auch diese Produktion kam aus Krakau.

Beim Konzert mit Rossini-Alternativen konnten verblüffend viele Alternativarien und Ensembles von Rossini höchstselbst für die Gegenwart erstaufgeführt werden. Das Konzert feierte zugleich 30 Jahre Deutsche Rossinigesellschaft. Insgesamt war die Ausbeute an vorzüglichen Aufzeichnungen hoch, einmal live dreimal zeitversetzt im Radio, drei CDs und eine DVD für ein internationales Label werden aus diesem Festival hervorgehen. An diesem hohen künstlerischen Ertrag haben das neue Passionart-Festivalorchester aus Krakau, und der Gorecki Kammerchor einen hohen Anteil. Unter dem musikalischen Leiter des Festivals Antonino Fogliani wuchs hier ein hochklassiges Orchester zusammen. Ein dicker Wermutstropfen war, dass das Eröffnungskonzert wegen schlechten Wetters von „Ganz oben“ im Turm des Baumwipfelpfads in die Trinkhalle verlegt werden musste.

Im Rahmenprogramm des Festivals wurden unter anderem ein ausverkauftes A cappella Konzert des Gorecki Chors, ein Belcanto Treff mit klockerem Programm bei freiem Eintritt und drei bestens besuchte Arienkonzerte Rossini & Co durchgeführt. In diesem Jahr zeigte sich die Unterstützung der heimischen Geschäftswelt, Restaurants und Hotels in einem besonders üppigen Premierenbuffet, das von den Künstlern mit dankbarem Staunen aufgenommen wurde. Nach dem sensationellen Rekordergebnis von 2018 gingen die Karteneinnahmen in diesem Jahr um ca. 5 Prozent auf immer noch stolze 313.000 Euro zurück. Grund hierfür war insbesondere der schlechtere Verkauf in der Trinkhalle und die deutlich geringere Zahl an Plätzen.

Das 32. Festivai  findet vom 9. bis 26. Juli 2020 statt.

Bleiben Sie immer zeitnah informiert, abonnieren Sie unseren Newsletter!

Informationen zu den Masterclasses und Auditions finden Sie unter Akademie BelCanto.

You can find an english version of our homepage here.  Informations for the belcanto eductional programme Akademie BelCanto and auditions can be found here.