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Das kalte Herz von Wilhelm Hauff

Wilhelm Hauff (1802 – 1827) studierte zwar Theologie, seine Leidenschaft galt jedoch der Dichtung. In nur drei Jahren veröffentlichte er alle seine Sagen, Märchen und Erzählungen. Die bekanntesten sind der Roman “Lichtenstein”, die Erzählung “Das Wirtshaus im Spessart“ und das Märchen “Das kalte Herz”, welches 1827 erschien und im Schwarzwald spielt.

Regionaler Bezug
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stand mitten im Wald bei Seewald-Besenfeld (also eine halbe Autostunde vom Sommerberg entfernt) das Wirtshaus „Oberes Neuhaus“, um das sich einige Räubergeschichten rankten. Diese dienten dem Dichter Wilhelm Hauff als Vorlage für seine Erzählung „Das Wirtshaus im Spessart“. Bei Ausgrabungen fand man noch Reste eines Kachelofens, Tonscherben von Essgeschirr und Fensterglas - sie können im Rathaus „Sonne" in Seewald-Besenfeld besichtigt werden. Etwa 50 Meter dahinter konnte ein Brunnen teilweise freigelegt werden.

Das Märchen

Peter Munk, auch der Kohlenmunk-Peter genannt, führt im Schwarzwald die Köhlerei seines verstorbenen Vaters. Schon immer hat er davon geträumt, einmal viel Geld zu haben und angesehen zu sein, denn die schmutzigen, anstrengende, schlecht bezahlte und wenig respektierte Arbeit in der Köhlerei macht ihn sehr unzufrieden. Eines Tages erfährt er, dass es im Schwarzwald einen Waldgeist (das Glasmännlein) geben soll, der jedem, der wie Peter Munk an einem Sonntag zwischen elf und zwei Uhr geboren ist, drei Wünsche erfüllt, wenn man ihn mit einem bestimmten Vers ruft. Peter macht sich daher direkt auf die Suche nach dem Glasmännlein und begegnet dabei im Wald einem anderen Waldgeist – dem gefährlichen und riesigen Holländermichel, der dort in stürmischen Nächten als böser Zauberer sein Unwesen treibt …

Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann erfahren Sie mehr über das Märchen, Peter Munk und den Schwarzwald auf dem Märchenweg "Das kalte Herz" in Bad Wildbad.