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Der Weg zur Kur

Sie möchten eine Kur in Anspruch nehmen? Um Ihnen den Weg zur Bewilligung etwas zu erleichtern, stellen wir Ihnen nachfolgend alles Wissenwerte in einer kurzen Übersicht zusammen:

Empfehlung durch den Arzt

Es ist Sache des behandelnden Arztes, die Dringlichkeit einer Kur zu bescheinigen oder eine Kur oder sogar einen geeigneten Kurort bzw. eine Einrichtung zu empfehlen. (Die Rentenversicherungen entscheiden selbst.) Auch der Betriebsarzt oder der Vertrauensarzt können eine Kur in die Wege leiten. Je nach Schwere des Krankheitszustandes wird Ihnen Ihr Arzt eine ambulante oder stationäre Kur empfehlen. Beide Kurformen dauern in der Regel drei Wochen.

Bewilligung durch die Krankenkasse

Die Krankenkasse ist immer Ihr Ansprechpartner, ob die Kur von der Krankenkasse oder von der Rentenversicherung getragen werden soll. Dort erhalten Sie alle notwendigen Auskünfte und auch die Antragsformulare.

Wer trägt die Kosten?

Grundsätzlich können Sie auf eigene Kosten zur Kur fahren. Innerhalb des gegliederten Systems unserer Sozialversicherung werden allerdings die Kosten für eine Kur, wenn medizinisch notwendig, von einem der Sozialleistungsträger übernommen oder zumindest bezuschußt:

  1. für den, der krankenversichert ist, sowie in der Regel für Rentner = gesetzliche Krankenkasse
  2. für den, der rentenversichert ist oder es eine bestimmte Zeit lang war = gesetzliche Rentenversicherung
  3. für den, der weder rentenversichert noch krankenversichert ist und nach dem Sozialhilfegesetz als bedürftig gilt = Sozialamt
  4. nach einem Arbeitsunfall (einschließlich Wegeunfall, auch bei Schul- und Kindergartenbesuch) = Unfallversicherungsträger, Berufsgenossenschaften
  5. für Kriegs- und Wehrdienstbeschädigte, Opfer von Gewalt = Versorgungsamt
  6. für Angehörige des öffentlichen Dienstes (soweit kein Anspruch nach a, b, d oder e besteht) = Beihilfestelle
  7. bei ungeklärter Zuständigkeit = Hauptfürsorgestelle, überörtlicher Rehabilitationsträger (z.B. Landschaftsverband)

Gesetzliche Einschränkungen

Bei allen Kuren, bei denen eine Kostenübernahme oder ein Zuschuß aus Kassen öffentlich-rechtlicher Leistungsträger gewährt wird, gilt, daß eine Wiederholungskur erst nach Ablauf von 3 Jahren bewilligt werden kann, es sei denn, daß eine vorzeitige Wiederholung oder eine Kur wegen einer anderen Krankheit aus dringenden medizinischen Gründen erforderlich ist.

Der Kurarzt

Bei einer ambulanten Kur müssen Sie sich nach Ihrer Ankunft vor Ort zuerst an einen der ortsansässigen Kurärzte wenden. Diese sind aufgrund ihrer jahrelangen, einschlägigen Erfahrungen mit der Wirksamkeit der ortsspezifischen Kurmittel in der Lage, nach Beurteilung Ihres Gesundheitszustandes einen entsprechenden Kurbehandlungsplan mit allen in Frage kommenden Anwendungen aufzustellen, um den bestmöglichen Erfolg zu erreichen.

Behandlungstermine

Mit Ihrer Verordnungskarte lassen Sie sich dann die entsprechenden Termine beim Krankengymnasten und im Kurmittelzentrum geben. Vormerkungstermine sind Reservierungen und daher einzuhalten. Sollten Sie je einmal verhindert sein, bitten wir Sie, Ihre Termine frühzeitig abzumelden unter Tel. Nr. (07081) 303-302 oder 303-275.

Besonderheiten

Die Übernahme der Kurkosten hat keinen Einfluß auf Ihre spätere Rente. Wenn Sie eine Ablehnung des Kurantrages erhalten, sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt Widerspruch einlegen.